Wirtschaftsfachwirte in der Weiterbildung
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Während der Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt werden Kenntnisse aus allen Bereichen der Wirtschaft vermittelt. Hierdurch ist es möglich, nach dem Abschluss branchenübergreifend als Generalist in Wirtschaftsfragen tätig zu werden.

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Was ist ein Wirtschaftsfachwirt?

Der Wirtschaftsfachwirt ist ein Spezialist auf dem Gebiet der Wirtschaft. Die Weiterbildung bereitet Sie auf künftige Organisations-, Sach- und Führungsaufgaben vor.

Nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung sowie einigen Jahren Berufserfahrung sind viele Angestellte auf der Suche nach weiteren Karrieremöglichkeiten.

Diese sind jedoch oft nur mit einem entsprechendem Berufsabschluss, beispielsweise dem Wirtschaftsfachwirt, möglich. Dieser wird auch als "kleiner Betriebswirt" bezeichnet. Die Weiterbildung eignet sich grundsätzlich für alle Mitarbeiter in kaufmännischen Berufen, die sich allumfassend weiterbilden und sich hierbei auf keine Branche definitiv festlegen wollen.

Voraussetzungen zum Wirtschaftsfachwirt

Zur Prüfung zum Wirtschaftsfachwirt vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) wird zugelassen, wer über eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten kaufmännischen oder verwaltenden Beruf verfügt. Gleichzeitig wird eine mindestens zweijährige Berufspraxis vorausgesetzt. Die Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt ist auch ohne Berufsabschluss möglich, wenn eine mindestens sechsjährige Tätigkeit in einem kaufmännischen Beruf ausgeübt wurde.
Einige Industrie- und Handelskammern fordern zudem den Nachweis eines "Ausbildung der Ausbilder" - Scheins(kurz AdA-Schein). Dieser ermöglicht AusbilderInnen den Erwerb beruf- und arbeitspädagogischer Kenntnisse nachzuweisen.

Dauer und Kosten der Weiterbildung

Die Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt kann in Vollzeit, oder berufsbegleitend durchgeführt werden. Weiterhin werden Kombinationsstudiengänge angeboten, die als Fernstudium, kombiniert mit ein oder zwei Präsenztagen pro Monat, genutzt werden können. Anbieter sind zum einen die ortsansässigen Industrie- und Handelskammern, zum anderen verschiedene Anbieter für Fernlehrgänge. Die Dauer der Ausbildung ist natürlich von der gewählten Art des Lehrgangs abhängig. Eine Vollzeitausbildung beispielsweise kann bereits nach sechs Monaten abgeschlossen werden, die berufsbegleitende Weiterbildung hingegen kann bis zu zwei Jahre in Anspruch nehmen.

 

Die Kosten der IHK-Prüfung belaufen sich auf 300 Euro, diese Rechnung wird direkt von der IHK gestellt. Da es sich bei der Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt grundsätzlich um eine Aufstiegsfortbildung handelt, kann unter bestimmten Umständen Meister-Bafög bezogen werden.

Weiterhin können diese Kosten im Rahmen der Jahressteuererklärung als Werbungskosten bzw. Sonderausgaben abgesetzt werden, um eine Verringerung der Steuerlast zu erreichen. Auch viele Arbeitgeber beteiligen sich an den Kosten der Weiterbildung. Sie sind anschließend jedoch daran interessiert, dass die Arbeitnehmer für einen festgelegten Zeitraum (zwischen zwei und fünf Jahre) dem Unternehmen treu bleiben.

Inhalte der Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt

Innerhalb der Ausbildung zum Wirtschaftsfachwirt werden unterschiedliche Lerninhalte vermittelt. Diese sind im Einzelnen:

1. Wirtschaftsbezogene Qualifikationen

  • Grundlagen der Volks- und Betriebswirtschaft
  • Rechnungswesen: Bedeutung für die Unternehmensführung, bilanzielle Zusammenhänge, Kostenrechnung
  • Recht und Steuern: Bürgerliches Recht, Handelsrecht, Arbeitsrecht, unternehmensrelevantes Steuerrecht, Vertragsgestaltungen
  • Unternehmensführung: Unternehmensorganisation, operative und strategische Planung, Personalführung

2. Handlungsspezifische Qualifikationen

  • Betriebliches Management: Planungsprozesse, Managementtechniken, Organisationsentwicklung, Wissensmanagement, Informationstechnologien, Projektmanagement
  • Investition, Finanzierung, betriebliches Rechnungswesen und Controlling
  • Logistik: Beschaffung, Materialwirtschaft, Supply Chain Management
  • Marketing und Vertrieb: Marketingplanung, Marketing-Mix, Vertriebsmanagement, Interkulturelles Management
  • Führung: Kooperation, Kommunikation, Moderation, Konfliktmanagement

Nach dem Abschluss Wirtschaftsfachwirt

Nach dem Abschluss der Weiterbildung zum Fachwirt, kann der Wirtschaftsfachwirt anspruchsvolle kaufmännische Tätigkeiten sowie Positionen in der mittleren Führungsebene einnehmen. In die Tätigkeitsfelder fallen Handwerks-/ Industrie-/ Handelsunternehmen, Controlling, Personalwesen, Kosten- und Leistungsrechnung sowie Geschäftsbuchhaltung. Durch die Ausbildung können Betriebsabläufe nach ihrer rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Seite bewertet sowie betriebliche Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden. Hiermit verbunden sind neben dem höheren beruflichen Status natürlich auch verschiedene finanzielle Vorteile. Letztendlich kann der Titel Wirtschaftsfachwirt auch dazu genutzt werden, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen.

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