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Die Weiterbildung zum Tourismusfachwirt ist eine kaufmännisch orientierte Ausbildung zum Dienstleistungsfachwirt, die den Absolventen darüber hinaus zu einer Fachkraft in der Tourismusbranche macht.

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Was ist ein Tourismusfachwirt?

Wer die Prüfung zum Tourismusfachwirt vor der Industrie- und Handelskammern bestanden hat, dem stehen vielfältige Aufgaben in den unterschiedlichsten Tourismus-Organisationen offen, zu denen Freizeitanlagen und Erlebniswelten ebenso gehören, wie Kur- und Bäderbetriebe, Reiseveranstalter, Reisebüros und auch die städtischen Verkehrsvereine.

Der Tourismusfachwirt entwickelt und betreut neue Projekte für den lokalen, nationalen und internationalen Fremdenverkehr.

Der Tourismusfachwirt kann touristische Angebote marktgerecht platzieren, ist Organisationstalent, aufgeschlossen für aktuelle Trends rund um den Erlebnistourismus und der Tourismusfachwirt weiß, dass in seinem Arbeitsfeld der Kunde im Mittelpunkt steht und mit interessanten Konzepten umworben werden will.

Vorausetzungen

Zur Tourismusfachwirt-Prüfung zugelassen werden Bewerber, die eine abgeschlossene Ausbildung als Reise- oder Luftverkehrskaufmann, als Hotelkaufmann, Hotelfachmann, oder Kaufmannsgehilfe im Hotel und Gaststättengewerbe vorweisen können und die dazu über eine Berufspraxis von mindestens zwei Jahren verfügen. Bewerber für eine Tourismusfachwirt-Weiterbildung mit einer anerkannten kaufmännischen Ausbildung aus anderen Bereichen werden ebenfalls zur Prüfung zum Tourismusfachwirt zugelassen, wenn sie über eine dreijährige Berufspraxis nachweisen. Bewerber ohne kaufmännische Ausbildung müssen über eine fünfjährige Berufspraxis verfügen. Unabdingbar für die Anmeldung zur Tourismusfachwirt-Prüfung ist der Nachweis, dass die geforderte Berufspraxiszeit bis dahin erfüllt werden konnte.

Inhalte / Dauer der Weiterbildung

Die Weiterbildung zum Tourismusfachwirt gliedert sich in zwei Teilbereiche. Sie baut auf der Weiterbildung zum Dienstleistungsfachwirt auf, um dann mit einer gesonderten Schulung zum Tourismusfachwirt abzuschließen.

Dementsprechend viel Platz nehmen übergreifende Themen ein, die sich um Volks- und Betriebswirtschaft drehen, um rechtliche Fragen, Personalwirtschaft, Unternehmensführung und Informationsmanagement.

Dieser Grundlehrplan wird ergänzt um spezielle touristische Themenbereiche wie „Grundlagen des Tourismus“, „Tourismus-Management“ und „Tourismus-Marketing“.

Konkret handelt es sich dabei um Lehreinheiten, die teils allgemeines touristisches Grundlagenwissen vermitteln, zum größeren Teil aber die Marktsituation der Tourismusbranche im Auge haben.

So geht es einerseits um Entwicklung, Geographie und Soziologie des Tourismus mit den damit zusammenhängenden kulturellen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten. Zum anderen erwerben die Teilnehmer die Fähigkeit, Marktstrukturen und Tourismuspolitik zu analysieren, Marketingstrategien zu entwickeln und verantwortliche Funktionen im jeweiligen Betriebsmanagement übernehmen zu können.

Die von den staatlich anerkannten Weiterbildungsinstituten angebotenen Lehrgänge umfassen mit etwa 300 Unterrichtsstunden üblicherweise einen Zeitraum von anderthalb bis zwei Jahren und können parallel zur bisherigen Berufstätigkeit an ein oder zwei Abenden pro Woche besucht werden. Die Einstiegstermine variieren von Bundesland zu Bundesland entsprechend der halbjährlichen Prüfungstermine an der jeweils zuständigen Industrie- und Handelskammer, die auch dort erfragt werden müssen. Alternativ ist es auch möglich, sich mit einem Fernstudium auf die anspruchsvolle Prüfung vorzubereiten. Die Kosten für die Weiterbildung zum Tourismusfachwirt betragen in der Regel jeweils um die 2.500 bis 3.000 Euro – darin eingeschlossen sind die Kosten für die Studienmaterialien - zuzüglich der Prüfungsgebühr für die Industrie- und Handelskammer, die bei etwa 350 Euro liegt.

Tourismusfachwirt - Nach dem Abschluss

Wer die Prüfung zum Tourismusfachwirt erfolgreich abschließen konnte, hat damit nicht nur sein berufliches Aufgabenfeld erheblich erweitert, sondern auch die Vorbedingung dafür geschaffen, sich zum Tourismusbetriebswirt fortzubilden und damit eine Position im gehobenen Management anzustreben.

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