Fachwirt Abschluss
Weiterbildung rechnet sich
Kosten Industriefachwirt
Karriere


Durch den immer weiter steigenden Druck auf Industriebetriebe durch die Übernahmen eines Unternehmens, wachsender Konkurrenz und Globalisierung sind Betriebe heutzutage auf qualifiziertes und praxisorientiertes Personal angewiesen.

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Was ist ein Industriefachwirt?

Der Industriefachwirt kann durch eine betriebswirtschaftliche Fortbildung, die sich an die bereits abgeschlossenen kaufmännischen Ausbildung anschließt erworben werden. Die Ausbildung zum Industriefachwirt ist neben generell betriebswirtschaftlichen Kenntnissenund branchenspezifischem Wissen stark auf die berufliche Praxis ausgerichtet. Der Abschluss qualifiziert den Absolventen für das mittlere Management oder die Führungsebene im Industrieunternehmen.

Voraussetzungen

Teilnahmevoraussetzung für die Weiterbildung zum Industriefachwirt ist eine kaufmännische Berufsausbildung beziehungsweise eine mehrjährige Berufspraxis in einem Industriebetrieb.

Für die Industriefachwirt Prüfung vor der Industrie und Handelskammer (IHK) wird folgendes vorausgesetzt: Entweder eine abgeschlossene Ausbildung zum Industriekaufmann, einschließlich zwei Jahre Berufspraxis in einem Industriebetrieb, oder eine andere Ausbildung im kaufmännischen Bereich zuzüglich drei Jahre Praxis in einem Industriebetrieb oder ein Minimum von sechs Jahren kaufmännischer Praxis in einem Industriebetrieb.

Dauer und Kosten der Weiterbildung

Die Industriefachwirt-Weiterbildung, die meist nebenberuflich absolviert wird, dauert in der Regel eineinhalb bis zwei Jahre, je nachdem ob man seine Weiterbildung bei der VHS oder bei einem Fernlehrinstitut durchläuft. Dazu müssen pro Woche mit ca. zwölf Stunden Weiterbildung plus Seminare gerechnet werden. Auch bei den Kosten kann man nur einen Richtpreis angeben, da auch dieser je nach Lehrgang variiert. Generell sollte man jedoch mit Kosten von etwa 3.000 Euro rechnen. Es besteht die Möglichkeit Unterstützung durch den Staat zu beantragen oder die Beantragung eines zinslosen Kredits einzureichen.

Die Unterschiede in Laufzeit und Kosten sind auf die unterschiedlichen Anbieter zurückzuführen.

Absolviert man die Weiterbildung bei der IHK, hat man feste Unterrichtszeiten, will man seine Ausbildung zum Industriefachwirt per Fernlehrinstitut durchführen, ist man hinsichtlich der Gestaltung seiner Lernzeiten brelativ flexibel und kann so die Lehrgangsdauer von etwa eineinhalb Jahren auf zweieinhalb Jahre erhöhen.

Für eine Weiterbildung per Fernstudium benötigt man allerdings Selbstdisziplin. Die Prüfung erfolgt dann für alle Absolventen der Weiterbildung vor der IHK.

Inhalte der Weiterbildung Industriefachwirt

Inhaltlich behandelt die Weiterbildung zum Industriefachwirt volks- und betriebswirtschaftliche Grundlagen, betriebliche Organisation und Unternehmensführung, EDV-, IT- und Kommunikationstechnologien, Kosten- und Leistungsrechnung, Jahresabschluss, Finanzen und Steuern, Rechtsgrundlagen, Personalwirtschaft, Produktions- und Materialwirtschaft, Absatzwirtschaft und Marketing, Arbeitsmethodik und Grundlagen der Statistik. Die Weiterbildung besteht in der Regel aus den folgenden Teilen:

    Berufs- und arbeitspädagogischer Teil

    • Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen
    • Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken
    • Ausbildung durchführen 
    • Ausbildung abschließen

    Wirtschaftszweigübergreifender Teil

    • Volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Grundlagen
    • Elektronische Datenverarbeitung, Informations- und Kommunikationstechniken

    Wirtschaftszweigspezifischer Teil

    • Betriebliche Organisation und Unternehmensführung
    • Jahresabschluss, Finanzierung und Steuern
    • Kosten- und Leistungsrechnung
    • Personalwirtschaft
    • Produktionswirtschaft
    • Materialwirtschaft
    • Absatzwirtschaft
    • Recht

Der Vorteil einer Weiterbildung parallel zum Berufsalltag ist folgender: Der Absolvent verlässt nicht für längere Zeit den Betrieb um ein Studium zu beginnen, sondern arbeitet während seiner Ausbildung weiter im Betrieb. Dadurch entsteht die Nähe zwischen Theorie und praktischer Anwendung. Zudem wird man nicht aus dem Berufsalltag herausgerissen.

Nach dem Abschluss Industriefachwirt

Hat man seine Fachwirt Prüfung vor der IHK bestanden, darf man offiziell die Berufsbezeichnung „Geprüfter Industriefachwirt (IHK)“ angeben und ist somit bereit Leitungs- und Führungsaufgaben in einem Industriebetrieb zu übernehmen. Sollte eine entsprechende Position nicht gleich zur Verfügung stehen, hat man zumindest seinen aktuellen Posten durch die Weiterbildung gesichert.

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