Industriefachwirt - Ihr Weg ins Management
Mit der Weiterbildung zum Industriefachwirt können Sie innerhalb eines Industriebetriebs in die Führungsebene aufsteigen.
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Was ist ein Industriefachwirt?
Der Industriefachwirt kann durch eine kaufmännische Weiterbildung, die sich an die bereits abgeschlossenen Ausbildung anschließt, erworben werden. Die Weiterbildung zum Industriefachwirt ist neben der Vermittlung von grundlegenden betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und branchenspezifischem Wissen stark auf die berufliche Praxis ausgerichtet. Der Abschluss qualifiziert den Absolventen für das mittlere Management oder die Führungsebene im Industrieunternehmen.
Voraussetzungen
Für die Teilnahme der Weiterbildung zum Industriefachwirt und die Zulassung zur Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) wird folgendes vorausgesetzt:
- Eine abgeschlossene Ausbildung in einem anerkannten dreijährigen kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildungsberuf
- eine abgeschlossene Ausbildung in einem sonstigen dreijährigen Ausbildungsberuf plus einem Jahr Berufspraxis
- der Abschluss eines anderen anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens zweijährige Berufspraxis
Sie können auch zur IHK Prüfung zugelassen werden, wenn Sie keine Ausbildung besitzen aber eine mindestens dreijährige Berufspraxis vorweisen können.
Dauer und Kosten der Weiterbildung
Die Industriefachwirt-Weiterbildung wird von verschiedenen Instituten angeboten. Vor Ort können Sie die Weiterbildung z.B. bei Wirtschaftsakademien (z.B. Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein), den Bildungszentren der IHK oder Volkshochschulen machen. Die berufsbegleitende Weiterbildung in Teilzeit dauert in der Regel 1 bis 3 Jahre, in Vollzeit benötigen Sie 3 bis 7 Monate.
Auch verschiedene Fernlehrinstitute bieten eine Weiterbildung zum Industriefachwirt an. Beim ILS, der SGD, der Fernakademie für Erwachsenenbildung und der Hamburger Akademie für Fernstudien können Sie den Fachwirt im Fernstudium absolvieren. Die Studiendauer beträgt 18 Monate, wobei Sie pro Woche mit ca. zwölf Stunden Studienzeit für die Weiterbildung rechnen müssen.
Die Kosten variieren je nach Lehrgang und Institut. Generell sollte man jedoch mit Kosten von etwa 3.000 Euro rechnen. Es besteht die Möglichkeit, Unterstützung durch den Staat zu beantragen, denn die Weiterbildung kann gemäß Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz finanziell gefördert werden.
Absolviert man die Weiterbildung bei der IHK, hat man feste Unterrichtszeiten, will man seine Ausbildung zum Industriefachwirt per Fernlehrinstitut durchführen, ist man hinsichtlich der Gestaltung seiner Lernzeiten relativ flexibel. So kann man die Lehrgangsdauer von etwa eineinhalb Jahren auf zweieinhalb Jahre erhöhen.
Inhalte der Weiterbildung Industriefachwirt
Inhaltlich behandelt die Weiterbildung zum Industriefachwirt volks- und betriebswirtschaftliche Grundlagen, betriebliche Organisation und Unternehmensführung, EDV-, IT- und Kommunikationstechnologien, Kosten- und Leistungsrechnung, Jahresabschluss, Finanzen und Steuern, Rechtsgrundlagen, Personalwirtschaft, Produktions- und Materialwirtschaft, Absatzwirtschaft und Marketing, Arbeitsmethodik und Grundlagen der Statistik. Die Weiterbildung besteht in der Regel aus den folgenden Teilen:
- Volks- und Betriebswirtschaft
- Rechnungswesen
- Recht und Steuern
- Unternehmensführung
- Finanzwirtschaft im Industrieunternehmen
- Produktionsprozesse
- Marketing und Vertrieb
- Wissens- und Transfermanagement im Industrieunternehmen
- Führung und Zusammenarbeit
Wirtschaftsbezogene Qualifikationen
Handlungsspezifische Qualifikationen
Eine Weiterbildung parallel zum Berufsalltag hat viele Vorteile. So verlassen Sie nicht für längere Zeit den Betrieb, um ein Studium zu beginnen, sondern können auch während Ihrer Weiterbildung weiter im Betrieb arbeiten. Dadurch entsteht eine Nähe zwischen Theorie und praktischer Anwendung. Zudem werden Sie nicht aus dem Berufsalltag herausgerissen.
Nach dem Abschluss Industriefachwirt
Wenn Sie Ihre Fachwirt Prüfung vor der IHK bestanden haben, dürfen Sie offiziell die Berufsbezeichnung „Geprüfter Industriefachwirt (IHK)“ tragen und sind somit in der Lage, Leitungs- und Führungsaufgaben in einem Industriebetrieb zu übernehmen. Sollte eine entsprechende Position nicht gleich zur Verfügung stehen, haben Sie dennoch die Grundlage für Ihr berufliches Vorankommen geschaffen.
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