Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen
Ein Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen kann eine leitende Position im Bereich Heil- oder Pflegeberufe übernehmen.
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Was ist ein Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen?
Ein Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen übernimmt leitende Funktionen in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen. Zu den Aufgabenbereichen gehören etwa das Personalwesen, die betriebliche Organisation wie auch Finanzen und Controlling. Auch die Öffentlichkeitsarbeit kann Aufgabe des Fachwirts sein.
Die Weiterbildung zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen bietet sich allen an, die in einem Sozial- oder Pflegeberuf tätig sind und sich beruflich weiterentwickeln möchten. Auch wer im Heil- oder Pädagogikbereich tätig ist und künftig Führungsaufgaben übernehmen möchte, kann mit der Weiterbildung wichtige Voraussetzungen schaffen.
Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen - Dauer und Kosten der Weiterbildung
Die Weiterbildung zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen findet üblicherweise berufsbegleitend statt. Zahlreiche Bildungseinrichtungen wie Fernakademien, Wirtschaftsakademien oder beispielsweise der Arbeiter-Samariter-Bund bieten die prüfungsvorbereitenden Lehrgänge an. Der Unterricht findet meist abends oder in Form von Blockseminaren statt. Der berufsbegleitende Lehrgang dauert dabei 1-2 Jahre, Vollzeitlehrgänge sind auf 3 bis 10 Monate ausgelegt.
Das ILS, die SGD, die Fernakademie für Erwachsenenbildung und die Hamburger Akademie für Fernstudien bieten die Fortbildung im Fernlehrgang an. Die Vorbereitung auf die IHK Prüfung dauert im Fernlehrgang üblicherweise etwa achtzehn Monate. Wer beruflich stark eingespannt ist, kann die Weiterbildung im Fernlehrgang auf bis zu dreißig Monate ausdehnen. Die Kosten betragen etwa 4.000 Euro.
Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen - Voraussetzungen
Die Prüfung zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen ist in zwei Teilbereiche gegliedert:
Handlungsfeldübergreifende Qualifikationen und handlungsfeldspezifische Qualifikationen.
Folgende Voraussetzungen müssen für den ersten Prüfungsteil (handlungsübergreifende Qualifikationen) erfüllt sein:
- eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung und eine zweijährige Berufspraxis oder
- eine vierjährige Berufspraxis
Für den zweiten Prüfungsteil (handlungsfeldspezifische Qualifikationen) wird folgendes vorausgesetzt:
- Ablegen des ersten Prüfungsteils (handlungsfeldübergreifende Qualifikationen) und
- eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung im Sozial- und Gesundheitswesen im kaufmännischen oder Verwaltungsbereich und eine mindestens zweijährige Berufspraxis im entsprechenden Bereich oder
- eine Ausbildung in einem verwaltenden, kaufmännischen, pädagogischen, helfenden oder Pflegeberuf mit einer mindestens dreijährigen Berufspraxis oder
- eine mindestens fünfjährige Berufspraxis in einem Tätigkeitsbereich, der wesentliche inhaltliche Bezüge zum geplanten Ziel der Weiterbildung aufweist
Inhalte der Fachwirt Sozial- und Gesundheitswesen Prüfung
Die Lern- und Prüfungsinhalte für die Weiterbildung zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen setzen sich aus folgenden Themen und Bereichen zusammen:
Handlungsfeldübergreifende Qualifikation:
- Volks- und Betriebswirtschaft
- Steuern und Recht
- Unternehmensführung
- Rechnungswesen und Controlling
- Kommunikation und Informations-Management
- Personalwesen
Handlungsfeldspezifische Qualifikation:
- Gesundheits- und Sozialökonomie
- Recht im Sozial- und Gesundheitswesen
- Marketing im Gesundheits- und Sozialbereich
- Management im Sozial- und Gesundheitswesen
Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen - Nach dem Abschluss
Nach erfolgreicher Prüfung eröffnen sich dem Absolventen zahlreiche Betätigungsfelder in leitenden Positionen.
Fachwirte im Sozial- und Gesundheitswesen arbeiten beispielsweise bei Beratungsstellen, in Jugendheimen, Pflegeheimen oder Altenwohnheimen oder auch in Kliniken und im Kur- und Reha-Bereich. Auch bei Rettungsdiensten oder Krankentransportdiensten oder ambulanten sozialen Diensten übernehmen Fachwirte im Sozial- und Gesundheitswesen Führungsaufgaben. Meist findet nach der Weiterbildung eine Spezialisierung auf einen der erlernten Bereiche statt. So kann man sich beispielsweise in Richtungen wie Finanzwesen, Personalwesen oder Öffentlichkeitsarbeit und Marketing orientieren. Auch eine Selbstständigkeit, beispielsweise mit einem privaten Sozialdienst oder als unabhängiger Berater, können Sie in Betracht ziehen.
Das Gehalt des Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen kann auf Grund verschiedener Faktoren wie Arbeitgeber, Tätigkeitsbereich, Region und Berufserfahrung recht unterschiedlich ausfallen. Es liegt jedoch meist in Bereichen von etwa 2.000 bis 3.500 Euro monatlich.
Weitere Aufstiegsperspektiven bietet die nach Erlangung des Fachwirtes für Sozial- und Gesundheitswesen mögliche Weiterbildung zum geprüften Betriebswirt.
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