Fachwirt Erziehungswesen - Weiterbildung für Erzieher
Fachwirte für Erziehungswesen übernehmen Führungs- und Managementaufgaben in sozialen Einrichtungen.![]() |
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Was ist ein Fachwirt für Erziehungswesen?
Ein Fachwirt im Erziehungswesen ist ein Erzieher, der neben dem pädagogischen Fachwissen über umfangreiche Kenntnisse der Betriebswirtschaft, der Datenverarbeitung, des Verwaltungsrechts und des Managements verfügt.
Dieses zusätzliche Wissen, das sich Absolventen pädagogischer Bildungsgänge während einer Weiterbildung aneignen, befähigt dazu, Leitungsaufgaben in sozialen und pädagogischen Einrichtungen zu übernehmen. Solche Institutionen sind beispielsweise Heime, Horte, Kinderdörfer, Kindergärten und Kindertagesstätten.
Ein Fachwirt für Erziehungswesen bringt während seiner leitenden Tätigkeit die Ziele und Aufgaben der Einrichtung mit den organisatorischen, rechtlichen und verwaltungstechnischen Gegebenheiten in Einklang. Darüber hinaus hält er Kontakt zu Behörden, Trägern und Eltern. Zudem stellen die Absolventen Dienstpläne für alle Mitarbeiter der Einrichtungen auf und übernehmen Aufgaben wie Öffentlichkeitsarbeit und Sozialmarketing.
Voraussetzungen zum Fachwirt für Erziehungswesen
Zu den Zugangsvoraussetzungen für eine Fortbildung zum Fachwirt für Erziehungswesen gehört eine abgeschlossene Ausbildung zum Erzieher oder in einem vergleichbaren Beruf. Zudem sollten die Bewerber für diese Weiterbildung eine mindestens zweijährige Berufspraxis nachweisen können. Idealerweise haben Sie während ihrer Ausbildung mit Kindern gearbeitet und waren im betreuenden oder pädagogischen Bereich tätig. Da die Bildungsträger über eine Teilnahme an der Weiterbildung zum Fachwirt für Erziehungswesen intern entscheiden dürfen, können Interessenten auch Ausnahmeregelungen vereinbaren.
Dauer und Kosten der Weiterbildung
Eine Weiterbildung, die auf die Prüfung zum Fachwirt für Erziehungswesen vorbereitet, dauert in der Regel 12 bis 15 Monate. Die Gesamtdauer der Weiterbildung kann, je nach Ausbildungsinstitut etwas variieren. Wie schnell das Ausbildungsziel erreicht wird, hängt davon ab, in welchem Rhythmus der Unterricht stattfindet.
Eine Weiterbildung zum Fachwirt für Erziehungswesen findet berufsbegleitend statt. Die Teilnehmer besuchen den Unterricht Freitags Abends sowie am Wochenende. Der Unterricht kann wöchentlich oder alle zwei Wochen stattfinden. Eine Unterrichtseinheit hat die Länge von 45 Minuten.
Die Lehrgangsgebühren für die Teilnahme an der Weiterbildung zum Fachwirt für Erziehungswesen werden von den Bildungseinrichtungen erhoben. Die Institute, die eine Weiterbildung anbieten, werden in der Regel aus dem europäischen Sozialfonds unterstützt, der einen Teil der Kosten übernimmt.
Wer an der Weiterbildung zum Fachwirt für Erziehungswesen teilnimmt, braucht somit nur noch einen Teil der Gesamtkosten zu zahlen. Die Höhe dieses Anteils ist in allen Einrichtungen, die diese Weiterbildung anbieten ungefähr gleich und beläuft sich auf 100 bis 140 Euro monatlich. Zusätzlich tragen die Teilnehmer die Prüfungsgebühren und die Kosten für die Lehrmaterialien selbst. Darüber hinaus können Kosten für die Fahrt und eine Unterkunft am Ausbildungsort anfallen.
Inhalte der Weiterbildung zum Fachwirt für Erziehungswesen
Bildungsinstitute, die eine Weiterbildung zum Fachwirt für Erziehungswesen anbieten, unterrichten in den Fächern
- Recht
- Personalwesen
- Management
- Büroorganisation
- EDV
- Persönlichkeitsentwicklung
- Marketing
- Rechnungswesen
- Kommunikation und Rhetorik
Wo kann ich die Weiterbildung Fachwirt Erziehungswesen machen?
Die Weiterbildung zum Fachwirt Erziehungswesen wird berufsbegleitend von verschiedenen Trägern angeboten. Dazu zählen z.B. die Kolping Akademien sowie einige Volkshochschulen (z.B. Bremer Volkshochschule).
Nach dem Abschluss zum Fachwirt für Erziehungswesen
Nach der Weiterbildung zum Fachwirt für Erziehungswesen sind die Absolventen dazu befähigt, Leitungsaufgaben wie Personalführung oder Öffentlichkeitsarbeit zu übernehmen. Sie können beispielsweise als Heimleiter einen monatlichen Verdienst von etwa 4.200 Euro erzielen. Dies bedeutet eine Verbesserung um rund 120 Prozent gegenüber einem Erziehergehalt. Eine weitere Möglichkeit, die den Teilnehmern nach der erfolgreichen Abschlussprüfung offen steht, ist der Schritt in die Selbstständigkeit. So können Sie z.B. eine private, soziale Dienstleistungseinrichtung, wie eine heilpädagogische Praxis, eröffnen.
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